Weniger ist manchmal mehr

Aber eben nicht immer... Die letzten Wochen war es ziemlich ruhig hier auf dem Blog. Das liegt nicht etwa daran, dass mir die Lust am Kochen, Backen und Essen vergangen wäre. Allerdings bin ich momentan für meine Ausbildung wieder im schönen Hamburg und eigentlich immer am Arbeiten oder auf Achse. Für die Nahrungsaufnahme bedeutet das überwiegend Fast Food, Lieferservice, Restaurants. Um täglich selber zu kochen oder gar zu backen fehlt mir gerade schlichtweg die Zeit (und teilweise das Equipment).

 

Wennschon, dennschon

Wenn ich aber koche, dann oft für viele, denn ich bin hier mit 13 Gleichgesinnten. Und wie das als Kreativer und Student eben so ist, muss man manchmal ein bisschen aufs Geld achten. Also lieber Mittag mal für alle etwas kochen als jeden Tag essen zu gehen. Bisher gab es unter anderem Taboulé und Chili – sin Carne versteht sich. Doch wenn man es nicht gewohnt ist, in solchen Mengen zu kochen, verschätzt man sich gern. Damit euch das in einem solchen Fall nicht passiert und es nach dem Essen weder hungrige Mäuler noch haufenweise Reste gibt, könnt ihr auf diese Rezepte bzw. Mengenangaben zurück greifen. Sie reichen für knapp 20 Personen.

 

Taboulé

 

1kg Couscous
2 Gurken
6 Paprika
4 Tomaten
1 Glas Oliven (optional)
1 Bund Lauchzwiebeln
1 Tasse Olivenöl
5 Zitronen
Salz
Pfeffer
Kräuter (Minze, Petersilie)
Schnittlauchblüten (Deko)
Dazu Fladenbrot und Quark

Taboulé finde ich gerade im Sommer eine super Mahlzeit. Lecker, erfrischend und dazu noch schnell gemacht. Den Couscous einfach nach Packungsangabe zubereiten (Wasser aufkochen, einrühren, kurz quellen lassen). Gurke, Paprika, Tomaten und Lauchzwiebeln in kleine Stücke bzw. Ringe schneiden, Kräuter klein hacken und alles vermengen. Eventuell Oliven zufügen. Ca. eine Tasse Öl darüber geben, ebenso den Saft der Zitronen. Das Ganze noch kräftig salzen und pfeffern, eventuell etwas abkühlen lassen. Als Beilage eignet sich Fladenbrot und Kräuterquark. Guten Appetit!

 

4-Stunden-Chili

3 große Gemüsezwiebeln
4 Knoblauchzehen
½ Tube Tomatenmark
1l passierte Tomaten
2,5l Brühe
5 große Kartoffeln
6 Paprika
3 Dosen Mais
3 Dosen Kidneybohnen
Chilis (je nach Schärfe mehr oder weniger)
Dazu Reis und Quark

Das 4-Stunden-Chili lässt sich in Wahrheit auch schneller zubereiten. Man kann es aber auch einfach morgens schon aufsetzen und bis zum Mittag kochen lassen.

Zwiebeln in kleine Stücke schneiden und in einem großen Topf mit Öl anschwitzen. Auch den Knoblauch klein schneiden und dazu geben. Wenn die Zwiebeln schön glasig sind, Tomatenmark unterrühren, mit passierten Tomaten ablöschen und mit Brühe aufgießen. Kartoffeln schälen, würfeln und mit in den Topf. Alles nun solange köcheln lassen, wie ihr könnt oder wollt.

Ca. 15 Minuten vor dem Essen, solltet ihr den Reis aufsetzen und nach Packungsanweisung zubereiten.

In das Chili kommen derweil die letzten Zutaten: Paprika (in Streifen oder Stücke geschnitten), Mais, Kidneybohnen und natürlich Chilis. Ihr könnt die Chilis auch schon früher hinzugeben. Achtet aber darauf, dass das Chili umso schärfer wird, je länger die Chilis darin kochen. Letztlich hängt das aber auch stark davon ab, wie scharf die Chilis sind, die ihr verwendet.

Da nicht alle Leute scharfes Essen vertragen oder mögen, tendiere ich meist dazu, den großen Topf etwas neutraler zu würzen und zum Essen zusätzlich eine Schale mit kleingeschnittenen Chilis bereitzustellen. So kann jeder den Schärfegrad seines Essens individuell festlegen. Wenn sich dann doch mal jemand überschätzt, steht der Quark zur Neutralisierung bereit 😉

Ich hoffe, dass bei eurem nächsten größeren Essen oder der nächsten großen Party alle satt werden und nicht allzu viel über bleibt 😉 Und dass ich bald wieder von mir hören lasse.

 

PS: Sorry, beim Chili hats mal wieder nicht für ein Foto gereicht. Nächstes Mal... 

1 Comment

  1. Mika ulli says: Antworten

    Ich werde es mal bei Gelegenheit ausprobieren!

Senf dazugeben

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