Veganer Apple-Nut-Pie

Vegetarisch zu backen, ist leicht. Vegan habe ich es noch nicht versucht - bis heute bzw. letztem Wochenende. Entstanden ist ein Apfel-Nuss-Kuchen ganz ohne Ei oder andere tierische Produkte. Das Rezept habe ich wieder von den Krautköpfen, jedoch habe ich mich diesmal nicht so detailliert daran gehalten wie beim Karottenkuchen. Hier und da habe ich etwas weg gelassen oder durch Alternativen ersetzt. Um es mir gleich zu tun, sollten diese Zutaten auf eurem Einkaufszettel stehen:

Für den Teig:

150g Dinkelvollkornmehl
¼ TL Backpulver
25g Kokosblütenzucker
1 Prise Salz
60g Margarine (kalt, pflanzlich)
30g Apfelmus
Hülsenfrüchte, Reis o. ä. zum Blindbacken

Die Apfelfüllung:

1 Vanilleschote
4 EL Sirup (Zitronenmelisse)
250ml Apfelsaft + 3 EL extra
Saft einer Zitrone
1,5kg Äpfel
3½EL Speisestärke

Streusel-Topping:

45g gem. Mandeln
45g gem. Haselnüsse
100g Dinkelvollkornmehl
75g feine Haferflocken
1 Prise Salz 
½ Sternanis
1EL Zimt
75g Margarine (kalt, pflanzlich)
5 EL Sirup (Zitronenmelisse)
40g Wallnusskerne

Bei diesem Kuchen könnt ihr eins nach dem anderen machen, ohne vorher groß etwas vorzubereiten. Die Zubereitungszeit hält sich auch in Grenzen, also worauf warten? Beginnt mit dem Mürbteig und vermischt die trockenen Teigzutaten (Mehl, Backpulver, Salz, Kokosblütenzucker) und knetet dann mit den Händen Margarine und Apfelmus ein. Die Margarine hilft den Teig zu binden, das Apfelmus ersetzt das Ei. Formt und presst den Teig zu einer Kugel zusammen und stellt diese in Frischhaltefolie gewickelt ca. eine halbe Stunde in den Kühlschrank. 

 

Apfelkompott

Damit geht es weiter während der Teig im Kühlschrank ruht. Gebt 4EL Sirup in einen (großen) Topf und bringt ihn zum Kochen. Ich habe Zitronenmelissensirup benutzt, da ich davon noch selbst gemachten zuhause hatte. Im Originalrezept bedient man sich an Reissirup, aber ich denke, es geht auch jeder andere. Kratzt das Mark aus der Vanilleschote, gebt es zusammen mit dem Apfel- und Zitronensaft in den Topf und nehmt diesen von der heißen Platte. Nun müssen alle Äpfel geschält und in Scheiben geschnitten werden. Mit etwas Hilfe und guter Arbeitsteilung geht das dann doch relativ flott. Statt die Äpfel zu schneiden habe ich einen Gemüsehobel benutzt. Das geht schneller als per Hand und ihr erhaltet gleichmäßigere Scheiben. Diese könnt ihr gleich in den Topf geben, damit sie nicht braun werden. Wenn alle Äpfel geschält und geschnitten im Topf sind, lasst den Inhalt noch mal aufkochen. Danach auf geringer Hitze etwas köcheln lassen. Der Kompott riecht jetzt schon himmlisch und ist besser als jeder Gekaufte. Verrührt die Speisestärke mit 3 weiteren EL Apfelsaft. Das gestaltet sich unter Umständen schwierig, da sich die Stärke zusammen mit der Flüssigkeit nur ganz langsam bzw. vorsichtig rühren lässt. Bei ruckartigen oder schnellen Bewegungen leistet die Stärke sofort Widerstand und wird hart. Irgendwann sollte sich aber dennoch eine homogene Masse bilden, die ihr dann in den heißen Apfelkompott einrührt. Nun noch einmal alles etwas einkochen. Auch den Ofen könnt ihr jetzt schon mal auf 175° O-/U-Hitze anschalten.

Zurück zum Teig

Der dürfte inzwischen seine halbe Stunde im Kühlschrank verbracht haben. Fettet eine 24er Springform ein und legt den Boden und den Rand mit dem Teig aus. Statt ihn vorher auszurollen, habe ich ihn einfach direkt in der Form verteilt und angedrückt. Der Teig sollte dabei nicht dicker als einen halben Zentimeter sein. Stecht mit einer Gabel noch Löcher in den Teig und schiebt ihn für 15 Minuten in den vorgeheizten Ofen. Vergesst nicht, vorher ein Backpapier auf den Teig zu legen und es mit Reis oder Hülsenfrüchten zu beschweren. Der Apfelkompott sollte in dieser Zeit etwas abkühlen, nehmt ihn also ruhig vom Herd.

Zeit für Streusel

Für die Streusel vermengt ihr Mehl, Mandeln, Haselnüsse, Haferflocken, Salz, Zimt und einen halben gemahlenen Sternanis. Wie vorhin beim Teig knetet ihr mit den Händen Margarine und Sirup ein, sodass kleine Brösel entstehen. Wenn der Boden fertig ist, nehmt ihn aus dem Ofen, entfernt Backpapier und beschwerende Lebensmittel und füllt den Apfelkompott in die Form. Darauf dann die Streusel verteilen und zu guter Letzt zerhackte Walnüsse darüber geben. Alles etwas andrücken und noch einmal für 20 Minuten in den Ofen.

Nach der Backzeit müsst ihr euch leider mal wieder Gedulden und den Kuchen abkühlen lassen. Er schmeckt zwar lauwarm (mit Vanilleeis - hmmmm) besonders gut, allerdings kommt euch dann wahrscheinlich die Apfelfüllung entgegen. Die muss nämlich richtig auskühlen, damit sie fest wird. Egal ob lauwarm und etwas matschig oder kalt und schnittfest, diesen Apfelkuchen mache ich bestimmt nochmal 🙂 Und ihr? 

PS: Wenn der Apfelkompott zu flüssig ist, mischt noch etwas mehr Stärke unter, damit ihr den Kuchen später in Stücke schneiden könnt. Oder ihr macht daraus einfach einen Apple Crumble 😉 

4 Comment

  1. Ohh…das Rezept muss ich dieses Wochenende mal ausprobieren. Sieht richtig lecker aus. Dankeschön 🙂

    1. Gerne und danke natürlich! Mein Freund und ich konnten es mit dem Abkühlen nicht ganz abwarten und hatten dann lauwarmen Apple Crumble auf dem Teller. Geschmeckt hat es herrlich, aber wenn du schnittfeste Stücke erhalten möchtest, rate ich dir zu etwas mehr Stärke oder Geduld 😉 Ich freu mich über ein kleines Update, wie es dir geschmeckt hat 😉 Viel Erfolg und liebe Grüße, Lea

  2. Die Bilder sehen ja schon verdammt lecker aus!
    Werde an diesem oder spätestens nächstes Wochenende das Rezept mal ausprobieren. (Rezept habe ich schon abgetippt.) 😀

    LG
    Leon

    1. Lea says: Antworten

      Danke dir! Unter dem Artikel gibt es auch eine praktische Druckfunktion 😉 Viel Spaß beim nachbacken und genießen. LG Lea

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