Rotweinkuchen

Für den Rotweinkuchen hab ich mich an einem Rezept von chefkoch.de orientiert und es leicht abgewandelt, indem ich z. B. die Mandeln durch Haselnüsse ersetzt habe. Außerdem verwende ich gern ein bisschen mehr Zimt. Besonders im Winter verleiht das dem Geschmack eine extra Portion Weihnachten *schwärm*. Ich entschuldige mich jetzt schon, dass der Beitrag so bilderlos ist. Kommt in Zukunft nicht mehr vor, versprochen 😉
Um den Kuchen trotzdem genau so zu machen wie ich, braucht ihr folgende Dinge:

Für den Kuchen:

250g Butter (+ etwas zum Einfetten der Form)
200g Zucker
1 Pck. Vanillezucker
4 Eier
250g Mehl
1 Pck. Backpulver
2-3 EL Zimt
1 EL Kakao
100g Schokostreusel
100g gem. Haselnüsse
250ml Rotwein

 

Für die Ganache:

500g Schokolade (200gr. Vollmlich, 300gr. Zartbitter)
400ml Sahne

Für Füllung und Deko:

Marmelade (Aprikose)
Fondant (weiß)
Marzipan Dekor (gibts besonders bei saisonellen Anlässen oft beim Bäcker, kann man aber auch selbst machen)
Essbares Gold-Glimmer
Zuckerstifte

Ganache

Anfangen solltet ihr mit der Ganache, nämlich schon einen Tag bevor ihr den Kuchen backt! Nur so kann sie über Nacht richtig auskühlen. Zunächst erhitzt ihr dafür die Sahne in einem Topf. Hier müsst ihr etwas aufpassen, da sie schnell anbrennt oder überkocht. In dem Fall schnell den Topf von der heißen Platte nehmen.

Die Schokolade in kleine Stücke brechen und zur heißen Sahne geben. Erwärmt das Gemisch vorsichtig, bis sich die Schoki komplett aufgelöst hat. Dazu auch immer wieder mal umrühren. Wenn ihr eine homogene Flüssigkeit habt, nehmt den Topf vom Herd und lasst ihn über Nacht abkühlen. Das geht am besten in einem kühlen Keller oder - je nach Jahreszeit - auch auf Terasse oder Balkon. Ihr könnt den Topf auch in den Kühlschrank stellen, wenn er nicht mehr ganz so warm ist, müsst ihn dann aber rechtzeitig (ca. 1 Std. vor Verarbeitung) wieder raus nehmen.

 

Jetzt zum Kuchen

Bevor ihr mit dem Teig anfangt, heizt schon mal den Ofen vor. 175° bei Umluft, 195° bei Ober-/Unterhitze.
Einfache Regel: Ober-/Unterhitze braucht ca. 20° mehr als Umluft!

Rührt die zimmerwarme Butter zusammen mit dem Zucker (auch Vanillezucker) und den Eier so lange auf, bis sie eine cremig-schaumige Konsistenz hat. Bis auf den Wein vermengt ihr alle übrigen Zutaten in einer separaten Schüssel und mischt sie dann unter die Butter-Masse. Zum Schluss noch den Wein zufügen und alles zu einem glatten Teig verrühren. Der duftet jetzt hoffentlich schon herrlich nach Weihnachten und hat eine rötliche Farbe bekommen.

Zum Backen habe ich eine Springform mit 20cm Durchmesser genommen. Dadurch wird der Kuchen etwas höher als bei einer 26er Form, was mir persönlich besser gefällt. Den Boden der Form lege ich immer mit Backpapier aus und fette nur noch den Rand mit Butter oder Margarine ein. Wer nach dem Backen einen möglichst gleichhohen Kuchen möchte, kann um die Form herum feuchtes, in Alufolie geschlagenes Küchenpapier wickeln. Durch den Umschlag verteilt sich die Wärme gleichmäßiger und der Kuchen bekommt nicht so einen großen Hubbel in der Mitte. Den Tipp habe ich übrigens von der Tortentante – ein super Blog zum Thema Backen!

Laut Rezept soll man den Kuchen 1 Stunde bei 175° Umluft backen. Wer so wie ich nur über Ober-/Unterhitze verfügt und mit knapp 200° backt, schaut besser nach 45 Minuten schon einmal nach dem Prachtstück. Ob der Kuchen durch ist, könnt ihr ganz einfach mit einem Zahnstocher feststellen: Stecht den Zahnstocher in die Mitte des Kuchens und zieht ihn wieder raus. Wenn kein flüssiger Teig dran kleben bleibt, ist er fertig.

Nach dem Abkühlen könnt ihr den Kuchen dann vorsichtig aus der Form lösen und in drei etwa gleich dicke Böden schneiden. Manche machen das mit Zahnseide, die man gleichmäßig um den Kuchen legt und dann zusammenzieht. Ich persönlich nehme aber doch lieber ein langes scharfes Messer, da sich die Zahnseide manchmal etwas schwer tut, den Rand des Kuchens zu „durchschneiden“ und ihn dadurch etwas verknautscht.

Falls beim Backen nun doch ein kleiner Hügel in der Mitte des Kuchens entstanden ist, könnt ihr die Böden auch einfach tauschen. Ich setzte meistens das Bodenstück umgedreht ganz oben auf, da dessen Unterseite am glattesten ist. Bevor ihr die Böden aber wieder zusammenfügt, streicht ihr Marmelade zwischen die einzelnen Schichten.

 

Weiter mit der Ganache

Um den Kuchen mit der Ganache einzustreichen, schlagt ihr die Masse kurz mit dem Rührgerät auf und erhitzt sie ggf. in kleinen Portionen in der Mikrowelle. So lässt sie sich leichter auftragen. Ein paar Sekunden reichen hier aber völlig aus, sonst wird die Schokoladen-Sahne wieder zu flüssig! Streicht dann den kompletten Kuchen rundherum damit ein, z. B. mit einem Teigschaber oder Spachtel. Achtet darauf, dass der Überzug möglichst gleichmäßig ist, damit später eine schöne Form entsteht. Mir gelingt das aber auch nicht immer perfekt, also nicht gleich aufgeben. Übung macht ja bekanntlich den Meister 😉 Auch jetzt solltet ihr den Kuchen noch mal kurz kalt stellen, damit die Ganache wieder etwas fester wird.

 

Fondant

Jetzt ist der Fondantüberzug an der Reihe. Ich habe dieses mal selbstgemachten Fondant verwendet, da ich noch welchen übrig hatte. Ansonsten würde ich allerdings eher zur gekauften Variante raten, da die Herstellung von Fondant eine ziemlich klebrige Angelegenheit ist. Gerne schreib ich aber bei Gelegenheit auch dazu mal einen Artikel.

Wenn ihr keine fertige Fondantdecke, sondern einen kompakten Block gekauft habt, müsst ihr diesen zunächst auf einer mit Stärke bestäubten Arbeitsfläche dünn ausrollen. Hier muss man etwas üben, um einen Mittelweg zwischen "so-dünn-dass-er-gleich-reißt" und "ist-das-noch-Kuchen-oder-nur-Fondant" zu finden. Eine etwas zu dicke Fondantdecke tut eurem Kuchen geschmacklich aber keinen Abbruch und kaschiert kleine Unebenheiten sogar besser als eine zu dünne. Das sieht man leider auch bei meinem Kuchen. Achtet dennoch darauf, den Fondant groß genug auszurollen, damit ihr den kompletten Kuchen damit bedecken könnt.

Den ausgerollten Fondant legt ihr dann z. B. mit Hilfe eines Nudelholzes oder einem paar (gewaschener) helfender Hände mittig auf die Oberfläche des Kuchens und drückt ihn vorsichtig fest. Profis haben dafür einen Teigglätter, ich benutze aber auch noch meine Hände dafür. So arbeitet ihr euch quasi von oben über die Kante seitlich herunter. Da ich leider keine Bilder gemacht habe, habe ich euch ein kleines YouTube Tutorial rausgesucht, das den Vorgang noch mal veranschaulicht.

 

Deko

So, fast fertig. Jetzt könnt ihr den Kuchen noch nach Belieben dekorieren. Da ich ihn zu Silvester gemacht habe, hab ich ein paar Marzipan-Figuren drauf gesetzt und mit essabrem Goldstaub noch das neue Jahr vermerkt. Für das Feuerwerk hab ich Zuckerstifte benutzt und ebenfalls etwas Goldstaub darauf gestreut.

In diesem Sinne, euch allen noch ein frohes und vor allem leckeres neues Jahr!

Senf dazugeben

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