Portugal: Wein, Fisch & Nata.

Wow, ich musste gerade erst einmal nachsehen, wann ich meinen letzten Eintrag geschrieben bzw. gepostet habe. Das war am 03.08. *shockface*. Aber jetzt ist Schluss mit Sommerloch, Zeit wieder in die Tasten zu hauen! 

Vor genau einem Monat saß ich in Portugal, auf staubigem Boden und 40° im Schatten. Ach wie gern wäre ich jetzt wieder dort. Nicht nur wegen des Wetters, der Landschaft und den Menschen, auch wegen des Essens 😉 

 

A Cozinha Português

Es mag zwar stimmen, dass Fleisch- und Fischesser in diesem Land eher auf ihre kulinarischen Kosten kommen als Vegetarier, aber bei 1.793 Kilometern Küstenlänge ist das auch nicht verwunderlich. Läuft man durch die Straßen Lissabons, sieht man in jedem zweiten Restaurantfenster lebendige Krebse in kleinen, manchmal trüben Aquarien, die darauf warten, gegessen zu werden. Naja, vor mir brauchten sich die kleinen Tierchen jedenfalls nicht zu fürchten. 

„Diesmal habe ich nicht gecheatet wie damals auf der Hochzeit, als ich zum Fisch einfach nicht nein sagen konnte.“

Doch es gibt noch etwas, das man dort mindestens genau so häufig sieht wie lebendiges Seafood: Kleine, flambierte Törtchen, die oberflächlich an Creme Brûlée erinnern. „Pasteis de Nata“ oder auch „Pastel de Nata“ heißen die kleinen Leckerbissen. Sie sind quasi Portugals kulinarisches Aushängeschild.

Tatsächlich sind sich die französische Creme Brûlée und die portugiesischen Pasteis de Nata sehr ähnlich: Sie bestehen aus Eigelb, Sahne und Zucker. Der (einzige) Unterschied: Während die Franzosen ihren „Pudding“ in einer kleinen Auflaufform backen, verpacken die Portugiesen ihn lieber in eine essbare Hülle aus Blätterteig. Genau genommen werden die Pasteis de Nata auch nicht flambiert wie die Cremé Brûlée, sondern nur kurz sehr heiß gebacken, sodass die Oberfläche karamellisiert und sich stellenweise dunkel färbt. Man findet sie in Tankstellen, Pastelaria(s) – unser deutsches Bäcker-Adäquat – oder in einem der vielen NATA Cafés, die sich über die Stadt erstrecken.

Zuhause habe ich die kleinen Puddingküchlein auch schon gemacht, sie schmecken fast wie das Original. Bilder und Rezept folgen in Kürze! Abgesehen davon gibt es allerhand ähnliches Kleingebäck, z.B. mit Mandel oder Apfel gefüllte Mürbteigküchlein. Die haben es mir besonders angetan.

Im Urlaub wurde aber nicht nur geschlemmt, sondern auch fleißig gekocht. Schließlich stand der gemauerte Außengrill auf der Terrasse unseres Ferienhauses nicht nur zur Zierde da. Vegetarisch gefüllte Zucchini und Paprika, Aubergine und für die fünf Jungs an meiner Seite natürlich auch Fisch und Fleisch landeten darauf. Es war herrlich.

Sogar die Schokoküchlein in Orangen gab es einmal zum Nachtisch – einfach super, wenn man gerade keine Backform zur Hand hat. Die Hafer-Cookies auf dem Bild stammen von einer Backpackerin, die wir unterwegs kennen gelernt haben. Das Rezept steht leider auf einer Serviette, die beim Auspacken wohl im heimischen Müll gelandet ist. Ich werde versuchen, es zu rekonstruieren! Wer gerne Rotwein trinkt, sollte in Portugal unbedingt einen guten Duoro probieren!

Ich könnte noch viel mehr von Portugal, dem Essen und der wunderbaren Zeit dort erzählen, aber ich lasse lieber ein paar Bilder für sich sprechen.

PS: Wenn ihr Fragen zum Land, dem dortigen Essen oder Urlaub an der Algarve habt, schreibt sie gerne in die Kommentare. Até breve!

1 Comment

  1. Tolle Eindrücke von der kulinarischen Landschaft und: sexy Kleidchen! 😀

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