Mit Kokosmilch gegen den Regen

Montag Abend. Ich sitze auf der Rückbank einer silbernen C-Klasse und bin auf dem Weg zurück nach Stuttgart, dem Ort meiner momentanen Arbeitsstelle. Eben habe ich mir „A Life Connected“ angesehen, ein Video von Peta, dessen Link sie mir vor ein paar Tagen in ihrer täglichen Mail geschickt haben. Seitdem ist der Tab geöffnet und wartet darauf, angesehen zu werden. Nur kam ich bisher nicht dazu. Aber auf einer dreistündigen Fahrt hat man gut und gerne mal 12 Minuten über 😉 Der Film ist nicht der neueste und auch die darin gezeigten Zusammenhänge von Ernährung und allerhand Problemen – seien sie sozial oder ökologisch – sind mir nicht neu. Dennoch finde ich es immer wieder erstaunlich, was eine „einfache“ Ernährungsumstellung ändern kann.

 

So viel dazu

Aber darum soll es heute nicht gehen. Das lange, regnerische Wochenende habe ich genutzt und zuhause – wer ahnt es – gekocht, gebacken und geschlemmt, was das Zeug hält. Eines der Resultate war eine vegane Kokos-Beeren-Torte, deren Grundrezept ich aus dem Krautkopf-Kochbuch habe. Und nachdem ich letztes Mal keine Bilder des Kokos-Himbeer-Desserts machen konnte, bevor es weg war, hat sich das irgendwie angeboten. Für meine Version der Torte benötigt ihr:

Boden:

150g Mandeln (gehackt)
30g Sonnenblumenkerne (ganz)
30g Haselnusskerne (gemahlen)
60g Kokosöl
½ TL Meersalz (fein)

„Creme“:

50g Speisestärke
500ml Reismilch
400ml Kokosmilch (Dose)
6EL Kokosraspel
1 Prise Salz
5 EL Holundersirup
90g Weichweizengries

Belag:

250g Erdbeeren
100g Johannisbeeren
1 Limette (bio)
Minzblätter
Schokosauce/Beerenkompott

Sonnenblumenkerne und Mandeln für den Boden könnt ihr in einen Minihacker geben und zerkleinern. Dann die gemahlenen Haselnüsse untermischen. Das Kokosöl in einem Topf schmelzen, Salz darin auflösen und die Nussmischung zufügen. Die Masse (Vorsicht, heiß!) anschließend auf dem Boden einer gefetteten Springform (Ø 16-18cm) festdrücken und für mindestens 30 Minuten kühl stellen. Da die Creme noch heiß auf den ausgekühlten Boden kommt, nützt vorarbeiten diesmal nichts. 30 Minuten Pause also.

Weiter geht´s

Die Stärke mit 6EL Reismilch glatt rühren, den Rest davon zusammen mit Kokosmilch, -flocken, Holundersirup und Salz zum Kochen bringen. Dann die Stärkemischung einrühren. Wenn die Masse dicklich wird, auch den Gries unterrühren und den Topf von der heißen Platte nehmen. Kräftig weiterrühren, damit keine Klumpen entstehen (ca. 5 Minuten). Die Masse noch warm auf den Boden in die Springform geben, auskühlen lassen und abgedeckt in den Kühlschrank stellen. Mindestens 5 Stunden, besser aber eine ganze Nacht müsst ihr euch jetzt in Geduld üben.

Etwas Farbe bitte

Für den Farbtupfer dieser Torte sorgt der Belag. Dafür die Beeren putzen und evtl. in kleine Stücke schneiden. Auf dem Kuchen verteilen, die Schale einer Limette darüber reiben und mit Minzblättern garnieren. Eine echte Fotoschönheit, meint ihr nicht?

Das Tüpfelchen auf dem i

Optisch ist die Torte schon jetzt ein echter Hingucker, da die Gries-Kokos-Mischung eine absolut glatte, aber strukturierte Oberfläche hat. Geschmacklich kann sie meiner Meinung nach noch etwas gepusht werden, indem ihr sie zum Beispiel mit einer heißen Schokoladensauce (aka geschmolzene Zartbitterschoki) oder einem warmen Beerenkompott serviert. Ich hoffe, es schmeckt 🙂

 PS: Die "Creme" dieser Torte ist keine Creme im herkömmlichen Sinn oder wie man es eben von Sahnetorten gewohnt ist. Daher auch die Anführungszeichen. Sie entspricht eher einem festgewordenen, abgekühlten Brei oder Pudding und ist geschmacklich relativ neutral. Daher auch die Sauce, die es leider nicht aufs Bild geschafft hat. 

2 Comment

  1. Tolles Rezept, das sieht total lecker aus. Die Creme sieht echt richtig gut aus, ich denke, das werde ich auch mal ausprobieren! 🙂

    LG
    Cosima

    http://www.ricemilkmaid.de

    1. Lea says: Antworten

      Danke Cosima! Viel Spaß und Erfolg beim nachbacken 🙂

Senf dazugeben

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