Happy new (veggi) year!

Jahreswechsel erfordern standesgemäß gute Vorsätze. Mit dem Rauchen aufzuhören oder mehr Sport zu treiben gehören da zu den Klassikern. Hab ich beides schon versucht - hat nicht geklappt. Zeit also für einen neuen, weniger klischeebehafteten und realistischeren Vorsatz: 2016 werde ich kein Fleisch essen.

 

Warum?

Naja, sicher habt ihr auch schon die ein oder andere Doku gesehen, nach der einem die Lust auf Fleisch ordentlich vergeht. Earthlings ist hier ein gutes Beispiel. Anstoß gab dann aber vor kurzem die Dokumentation Cowspiracy (gibts auch bei Netflix). Denn im Gegensatz zu vielen anderen Dokus gehts hier nicht nur um Massentierhaltung und das Schreddern von männlichen Küken, die zum Eierlegen nichts taugen und deshalb zu Chicken Wings verarbeitet werden. Es geht vor allem um die Auswirkungen unseres Fleischkonsums auf den Planeten - ein Thema, das in meinen Augen viel zu wenig Beachtung erfährt.

Ich selbst esse nicht einmal besonders viel Fleisch. Hier und da mal ein Döner, nach dem Feiern noch kurz zu Mäcces oder zu Hause ein leckeres Thai-Curry mit Hühnchen. Im Großen und Ganzen komme ich so auf etwa 2 Fleischgerichte pro Woche. Aber dann kam Weihnachten und mit dem Fest die Feiertage, an denen man sich traditionell durch die heimische Tierwelt isst: Rind, Schwein, Hirsch, Ente...

Ein Gedanke aus Cowspiracy gab mir dann den letzten Ruck: Wenn ich selbst nicht bereit dazu bin ein Tier zu töten, warum sollte ich es dann essen? Warum sollte jemand anderes diese „Drecksarbeit“ für mich machen? Egal ob Massentierhaltung oder Bio-Bauernhof, immer läuft es darauf hinaus, dass jemand anderes mit mehr oder weniger humanen Tötungsmethoden das Leben eines Tieres beendet, nur damit es dann auf (m)einem Teller landet. Das kommt mir irgendwie falsch vor.

 

Silvester 2015

Kurz vor 12 noch einen letzten Burger, das wars. Zumindest für die nächste 366 Tage (Achtung Schaltjahr 😉 ). Und dabei habe ich meinem Freund doch erst zu Weihnachten ein ganzes Kilo Südtiroler Speck geschenkt, das nun bei uns im Kühlschrank liegt und darauf wartet, gegessen zu werden. Das muss er dann wohl alleine machen...

Das Rezept von meinem Silvesterkuchen findet ihr übrigens hier. Kleiner Teaser: Es handelt sich um einen Rotweinkuchen mit Marmeladenfüllung und Schokomantel *hmmm*lecker*

PS: Gleich am morgen des 1.1. gilt es "Nein" zu sagen zu Tiroler Salami und kalten Frikadellen - Reste der Burger von letzter Nacht. Noch fällt mir der Verzicht nicht allzu schwer. Und hey, die selbstgemachte Marillenmarmelade ist auch nicht zu verachten 😉

 

3 Comment

  1. Hallo Lea, bin gerade über fb auf deinen Blog „gestoßen“. Ich freue mich immer, wenn jemand kein Fleisch mehr essen möchte. Ich bin sicher, du wirst dich in dem einen Jahr mit so vielen Aspekten des vegetarischen und auch des veganen Lebens auseinandersetzen, dass du auch danach kein Fleisch mehr essen möchtest. Vielleicht kann ich dich ein wenig inspirieren, bei deinen Backrezepten auch auf andere tierische Produkte zu „verzichten“. Obwohl es natürlich aus meiner Sicht (ich lebe vegan) kein Verzicht ist 😉 Ich habe in meinem Blog ( http://mission-vegan.de/category/vegane-rezepte/veganes-backen/) eine kleine Auswahl an selbst erprobten Backrezepten ohne tierische Produkte. Ich wünsche dir viel Erfolg und werde auf jeden Fall immer einmal wieder vorbeischauen, Anna

    1. Lea says: Antworten

      Hallo Anna. Mir sind bereits jetzt nach etwas mehr als einem Monat viele Dinge aufgefallen, die damit zusammen hängen und ich finde es wahnsinnig spannend, mich weiterhin damit zu beschäftigen und eben auch mal zu sehen, wie man sich sonst so ernähren kann. Ob ich in einem Jahr wirklich kein Fleisch mehr essen möchte, würde ich momentan noch bezweifeln. Aber wer weiß, es ist ja noch Zeit 😉
      Respekt vor deiner veganen Ernährung. Komplett auf tierische Produkte wie Eier und Milch zu verzichten, könnte ich nicht. Trotzdem werde ich bestimmt auch mal was veganes backen, vielleicht sogar eines von deinen Rezepten 😉 Erst neulich habe ich einen Kuchen mit Mandelmilch gemacht. Der war zwar nicht ganz vegan, da ich Eier benutzt habe, aber es geht schon mal in die Richtung 😉 Das Rezept und den Artikel dazu stelle ich am Wochenende online, schau doch dann gerne wieder vorbei 🙂 LG

  2. Charly Muth says: Antworten

    ich bin ein eingefleischter wurst und fleisch fresser.finde es aber trotzdem wichtig, dass es auch die veggis gibt.jeder soll nach seiner facon glücklich werden.
    respekt vor deinem veggijahr,ich kann auch veggi kochen.musst nur deine wünsche disbezüglich äusern.
    backen kann ich zwar nicht so richtig, aber ich lerne gerne von dir.
    gdb
    charly dad

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