Gesund und Lecker: Karottenkuchen

Wow, in diesem Kuchen steckt nicht nur jede Menge Gutes, sondern auch eine ganze Menge Zeit - und Geld. Mit über 25 Euro schlägt der Einkauf durchaus zu Buche, aber wie sagt man so schön: Qualität hat eben ihren Preis.

Denn in diesen bio Karottenkuchen kommen jede Menge verschiedener Nüsse, Kokosöl und "exotische" Zutaten wie getrocknete Aprikosen. Das Rezept habe ich aus dem Krautkopf-Kochbuch, geschrieben von Susann und Yannic. Die beiden haben auch einen gleichnamigen Blog, auf dem ihr allerhand Leckeres findet. Für viele ihrer Rezepte sollte man allerdings etwas Zeit mitbringen, so auch bei diesem Prachtstück. Abgesehen von Zeit braucht ihr: 

Für das Topping: 

180g Cashewkerne
1 Vanilleschote
125ml Mandelmilch
80g Honig
1TL abgeriebene Schale und
1EL Saft einer Bio-Zitrone
½ TL Meersalz
80g natives Kokosöl

Für den Teig: 

100g Walnusskerne
200g getr. Aprikosen
400g Karotten
4 Eier
½ TL Meersalz
150g Honig
Saft und abgeriebene Schale einer Bio-Orange

 

1 TL abgeriebene Schale einer Bio-Zitrone
100ml Pflanzenöl (z. B. Raps)
250g Dinkelvollkornmehl
150g gem. Mandeln
2TL Natron
2TL Backpulver
1TL Zimt

Mit dem Vorheizen des Ofens könnt ihr noch warten, denn anfangen solltet ihr auf jeden Fall mit dem Topping. Und zwar am besten schon am Vorabend, denn dieser Kuchen braucht seine Zeit. Gebt die Cashewkerne in eine Schüssel oder einen tiefen Teller und bedeckt sie mit kaltem Wasser. Die Nüsse müssen dann mindestens 4 Stunden lang einweichen, besser ihr lasst sie über Nacht stehen.

 

Ein neuer Tag

Die Cashews können jetzt aus dem Wasser. Trocknet sie etwas ab und püriert sie zusammen mit dem Mark der Vanilleschote, Honig, Zitronenschale und -saft, Salz und Mandelmilch zu einem feinen Brei. Da Kokosöl bei Raumtemperatur eher eine cremige Konsistenz hat, solltet ihr es erwärmen, bis es sich verflüssigt. Das geht entweder vorsichtig in der Mikrowelle oder im Wasserbad. Das flüssige Öl rührt ihr dann in den Cashewbrei und stellt die Masse in den Kühlschrank.

 Endlich, Kuchen

Jetzt könnt ihr endlich den Ofen vorheizen (180° O/U-Hitze), denn es geht an den Kuchen!

Röstet die Walnüsse kurz(!) in einer Pfanne ohne Öl. Ich hab etwas zu lange auf den aromatischen Duft der Nüsse gewartet, weshalb sie ein wenig dunkel geworden sind und dadurch ein paar Röstaromen ins Rezept geschleust haben 😉 Dem Endergebnis tat das zum Glück keinen Abbruch. Die Nüsse anschließend klein hacken, genau wie die Aprikosen (getrennt voneinander). Am besten geht das mit einem Mini-Hacker oder ähnlichem, aber ein Messer und etwas Geduld tun es zur Not auch. Schält die Karotten und reibt sie ebenfalls klein. Hier würde ich vom Mini-Hacker abraten, da sonst vielleicht eher ein Karottenbrei entsteht als feine Raspel.

Schlagt die Eier auf und trennt dabei das Eiweiß vom Dotter. Das Eigelb sollte in einer großen Schüssel landen, das Eiweiß könnt ihr separat in einer kleineren Schüssel mit etwas Salz steif schlagen. Anschließend rührt ihr das Eigelb zusammen mit dem Honig zu einer cremigen Masse und gebt dann die Aprikosen, Karotten, Zitronen- und Orangenschale sowie deren Saft und das Öl dazu. Von den abgeriebenen Schalen der Zitrone und Orange könnt ihr etwas für die Deko übrig lassen oder ihr reibt dafür später einfach nochmal etwas Schale ab.

Die gehackten Walnüsse mit Dinkelmehl, Mandeln, Natron, Backpulver und Zimt vermischen und unter die Eigelbmasse rühren. Ganz zum Schluss vorsichtig den Eischnee unterheben. Füllt den Teig in eine Form - ich hab dazu ein recht großes Blech verwendet, ca. 24x37cm - und backt ihn für ca. 35 Minuten im heißen Ofen. Wie immer rate ich dazu, lieber nach 30 Minuten schon mal nachzuschauen und die Stäbchenprobe zu machen. Wäre ja schade, wenn all die guten (und teuren) Zutaten verbrennen!
(Was mir fast passiert wäre).

Wenn der Kuchen fertig ist, nehmt ihn aus dem Ofen, lasst ihn abkühlen und verteilt dann die Cashew-Creme aus dem Kühlschrank darauf. Jetzt muss man sich leider noch einmal gedulden, bis man endlich probieren kann. Denn laut den Krautköpfen soll der Kuchen mindestens 5 Stunden, besser über Nacht, im Kühlschrank oder an einem kühlen Ort durchziehen. Bevor ihr nach der ganzen Warterei dann ungebremst das Schlemmen anfangt, dekoriert den Kuchen noch mit etwas Orangen- und Zitronenschale. Das Auge isst schließlich mit und auf die 5 Minuten kommt es nun auch nicht mehr an 😉 Jetzt dürft ihr endlich zuschlagen!

PS: Der Kuchen entspricht nicht unbedingt der Kategorie süß-zuckrige Sahnetorten, sondern schmeckt in der Tat eher etwas „gesund“ - aber sicher nicht auf eine negative Art. Was ich daran besonders genial finde, ist, dass man wirklich alle Zutaten irgendwie einzeln rausschmecken kann. Probiert´s doch einfach mal selbst und sagt mir, wie es euch geschmeckt hat 🙂

2 Comment

  1. total toll mit den Fotos! Vor allem die Zutatenübersicht 🙂 alles so schön 🙂

    1. Lea says: Antworten

      Danke dir! Freut mich, wenn es dir gefällt 🙂

Senf dazugeben

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