Gartenpesto

Zugegeben, schon oft habe ich in den letzten Wochen gedacht, der Sommer sei vorbei und wurde eines Besseren belehrt. Doch jetzt bin ich mir ganz sicher: Der Sommer ist vorbei und kommt in diesem Jahr auch nicht mehr wieder. Das merken auch die Blumen und Kräuter im Garten. Unser kleiner Thymian hat den letzten Winter draußen zwar gut überstanden, doch beim Basilikum mache ich mir keine große Hoffnung. Deshalb: schnipp schnapp, alles ab. Und so ein selbst gemachtes Pesto schmeckt (mir) auch einfach tausend Mal besser als ein gekauftes. Falls ihr vor einem ähnlichen Problem steht oder das Standard-Pesto aus dem Supermarkt einfach nicht mehr sehen könnt, ist Selbermachen eine super Lösung. Aus unserem Garten konnte ich so kurz vor Wintereinbruch noch Zutaten für ein ausgefallenes Drei-Kräuter-Pesto mit Himbeeren und Mandeln gewinnen. Ihr benötigt dafür:

40g Strauchbasilikum (1 grooooßes Bund)
10g Zitronenmelisse (eine Hand voll)
5g Salbei (wenige Zweige)
1 Knoblauchzehe
50g Himbeeren

30g Mandeln
40g Parmesan 
120ml Olivenöl
etwas Zitronensaft
Salz & Pfeffer

 

Einmal alles häckseln, bitte

Das schöne beim Pesto ist ja, dass es super leicht und schnell herzustellen ist. Einfach die Kräuter vom Stiel zupfen, in ein hohes Gefäß geben, den Knoblauch in kleine Stücke schneiden und alle Zutaten pürieren. Statt Pürierstab kann man natürlich auch einen Mixer verwenden. Oft empfiehlt es sich auch, nicht alles auf einmal zu verarbeiten, sondern sich erst einmal mit der Hälfte der Kräuter zu begnügen und dann den Rest hinzuzugeben. Letztlich hängt das aber von der Leistung eures Mixers/Pürierstabs ab 😉 Zum Schluss noch mit Salz und Pfeffer würzen und am besten schon mal Nudelwasser aufsetzen, damit man das Pesto gleich verwenden kann. Das war´s auch schon!

Wenn ihr das Pesto länger aufbewahren möchtet, könnt ihr es auch einkochen oder einfrieren. Andernfalls hält es sich einige Tage im Kühlschrank und sollte immer mit etwas Öl bedeckt sein. 

Ich sollte vielleicht dazu sagen, dass dieses Pesto durch die Auswahl der Kräuter etwas herber schmeckt als reines Basilikumpesto. Das liegt unter anderem am Strauchbasilikum, da dieser kräftiger schmeckt als sein "kleiner Bruder". Wer es lieber mild mag, greift also besser auf normalen Basilikum zurück. Und wer Himbeerkerne zwischen seinen Zähnen absolut nervtötend findet, kann diese natürlich auch einfach weglassen, dann bekommt das Pesto auch noch ein etwas satteres Grün 😉

PS: Generell bin ich kein Freund von grammgenauen Mengenangaben und Rezepten, an die man sich strikt halten muss. Ich habe die Kräuter für das Pesto abgewogen, um euch einen Richtwert zu geben. Denn "ein Bund" ist vielen zu ungenau. Probiert also einfach aus, welche Kräuterkombination euch schmeckt, verfeinert euer Pesto (auf dem Teller) mit etwas Schmand und seht meine Beiträge als Inspiration anstelle eines Koch-Dogmas!

Senf dazugeben

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