Adventskranz mal anders

 Advent, Advent, ein Lichtlein brennt. Erst eins, dann zwei ... Ihr wisst ja wie das geht 🙂 Mittlerweile bin ich richtig in Vorweihnachtsfreude und habe vorgestern unsere "Weihnachtsbäckerei" für eröffnet erklärt. Die Ergebnisse und Rezepte stelle ich euch in den nächsten Tagen vor. Zuerst möchte ich euch aber von unserem Adventskranz erzählen. Klingt langweilig? Nicht, wenn er aus einem Marzipankuchen im Schoko-Buttercrememantel besteht, oder? 😉 Schon letztes Jahr wollte ich einen Adventskranz backen statt einen aus Tannenzweigen zu kaufen. Damals wusste ich nicht wirklich, wie ich es anstellen sollte und lies es bleiben. Auch diesmal habe ich gegrübelt und es nun mit einer winterlich weißen Variante eines Adventskranzkuchens versucht. Was haltet ihr davon?

Ich bin mit dem Ergebnis sehr zufrieden, vor allem weil er auch geschmacklich den Geist von Weihnacht versprüht und einfach super lecker ist. Falls ihr euren Adventskranz nun auch gegen einen essbaren tauschen wollt, hier die Anleitung.

Kuchen:

300g Marzipan
6 Eier
etwas Rum-Aroma 

Schokoladen-Buttercreme:

250g Butter
50g Puderzucker
200g weiße Schokolade oder Kuvertüre
150ml Sahne
etwas Buttervanille-Aroma

Dekoration:

Bunte Zuckerperlen
Zuckersterne und -tannen
Marzipanrosen und -blätter
Kerzen

Der Kuchen

Ist wahrscheinlich der simpelste, den ich je gemacht habe. Denn er besteht wirklich nur aus Marzipan und Eiern. Beides sollte Zimmertemperatur haben. Das Rezept habe ich bei Chefkoch gefunden und war neugierig, was dabei heraus kommt. Ein Traum aus Marzipan kann ich euch sagen! Und so geht´s:

Zupft das Marzipan in kleine Stücke und schlag zwei der sechs Eier hinein. Beides nun mit einer Gabel zerdrücken, sodass sich Ei und Marzipan vermischen. Dann mit den Knethacken eures Rührgeräts weiter bearbeiten und dabei die restlichen Eier einschlagen. Tauscht die Knethacken anschließend gegen die normalen Quirlen des Rührgeräts und schlagt den Teig weiter auf, sodass sich eine homogene Masse ergibt. Wer will kann an dieser Stelle etwas Aroma zufügen, ich hatte Lust auf eine Rumnote. Damit am Ende auch wirklich keine gröberen Marzipanstückchen mehr im Teig sind, könnt ihr diesen zu guter Letzt mit dem Pürierstab bearbeiten. Fertig. Mir kam der Teig zunächst etwas flüssig vor, das Ergebnis war aber top, also keine Sorge 😉

Den Teig in eine gefettete Kranzkuchenform geben (ca. 17cm Ø). Bei 160°C 15 Minuten backen, dann die Temperatur auf 130°C herunter drehen und 35-40 Minuten zu Ende backen. Macht gegen Ende der Backzeit am besten die Stäbchenprobe. Wenn der Kuchen fertig ist, einfach rausnehmen und abkühlen lassen.

Die Schokoladen-Buttercreme

Auch hier sollten die Zutaten Zimmertemperatur haben, damit sie sich leichter verarbeiten lassen. Zunächst die Butter mit dem Puderzucker cremig schlagen. Das beste Ergebnis bekommt ihr, wenn der Puderzucker während des Schlagens in die Butter gesiebt wird. 

Die Sahne in einem Topf erhitzen und zum Kochen bringen. Vorsicht, dass sie nicht anbrennt oder überkocht! Währenddessen die Schokolade zerkleinern und in eine Schüssel geben. Dann die heiße Sahne über die Schokolade gießen und kurz warten. Die Schokolade lässt sich dann ganz einfach mit der Sahne zu einer homogenen Flüssigkeit verrühren. Die gießt ihr dann unter Rühren zur Buttermasse und schlagt alles einmal kräftig auf. Anfangs ist die Creme noch recht flüssig. Zum Einstreichen der Torte solltet ihr deshalb etwa 10-15 Minuten warten. 

Ich habe zunächst mit dem Teigschaber eine dünne Schicht Buttercreme um den Kuchen geschmiert und den Rest ringsum mit einem Spritzbeutel aufgetragen. Dazu habe ich einen flachen Aufsatz mit gezackter Kante gewählt. Fangt am besten oben an und wiederholt den Vorgang an den Seiten. Das Ganze darf ruhig etwas "handmade" aussehen. Nun könnt ihr den Kuchen noch mit etwas weihnachtlicher Deko verzieren und - wenn ihr wollt - Kerzen darauf platzieren. Er schmeckt aber auch ohne 😉 Vor dem Servieren solltet ihr das Prachtstück kalt stellen, damit die Buttercreme etwas aushärten kann. Und auch sonst empfiehlt sich eine kühle Lagerung, vorausgesetzt der Kuchen existiert lang genug 🙂

PS: Die Beeren auf den letzten Fotos dienen rein zur Dekoration. Essen sollte man sie lieber nicht.

2 Comment

  1. Ganz zauberhaft, dein essbarer Adventskranz! Den teile ich doch direkt mal auf facebook 🙂 Als Kind habe ich mal eine ähnliche Torte von meiner Oma gebacken bekommen – habe beim Anblick der schönen Bilder fast den Geschmack auf der Zunge – schöne Erinnerung, Danke dafür! Liebe Grüße, Kea

  2. Lea says: Antworten

    Liebe Kea, danke für deine lieben Kommentar! Wie schön, dass der Kuchen-Adventskranz deine Kindheitserinnerungen weckt 🙂 Inzwischen ist er schon verputzt. Eine schöne Adventszeit wünsche ich dir und würde mich natürlich freuen, wenn du öfter mal vorbei schaust 🙂 LG Lea

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